Thurgauer Vorsprung schmilzt auf fünf Punkte

HOCKEY THURGAU ⋅ Ein ungenügendes Mitteldrittel kostet Hockey Thurgau am Samstag bei der 2:3 (1:0, 0:3, 1:0)-Heimniederlage gegen Martigny wichtige Punkte im Rennen um das letzte NLB-Playoffticket.
28. Januar 2017, 21:28
Der Playoffkampf in der Nationalliga B spitzt sich sechs Spieltage vor Abschluss der Qualifikationsphase weiter zu. Weil die Thurgauer zum zweiten Mal innerhalb von fünf Tagen mit einer 2:3-Niederlage vom Eis mussten und Winterthur seine Heimaufgabe gegen die Ticino Rockets beim 4:2 erfolgreich gestalteten, liegen die beiden Teams am Strich nurmehr fünf Punkte auseinander. Am nächsten Freitag kommt es in Winterthur zum Direktduell der beiden Playoff-Anwärter. Thurgau spielt noch je dreimal vor heimischem Publikum (Langenthal, La Chaux-de-Fonds und GCK Lions) und dreimal auswärts (Ajoie, Winterthur, Rapperswil-Jona). Dabei werden die Ostschweizer wohl dem einen oder anderen Grossen Punkte abknüpfen müssen, wollen sie sich wie im Vorjahr für die Playoff-Viertelfinals qualifizieren.

Start nach Mass
Das wichtige Heimspiel gegen Martigny, dem man in den drei vorangegangenen Saisonduellen zweimal unterlegen war, begann aus Thurgauer Sicht durchaus wunschgemäss. Nach zehn Spielminuten schoss Eric Arnold die Gastgeber während des zweiten Powerplays verdientermassen in Führung. Der knappe 1:0-Pausenvorsprung hielt aber nach dem ersten Seitenwechsel nicht lange. Innerhalb von zwölfeinhalb Minuten kehrten die Walliser die Partie zu ihren Gunsten. Zuerst trafen Jacob Berglund (27. Minute) und Dimitri Malgin (31.), ehe Verteidiger Frédéric Iglesias eine doppelte Überzahl nach 35 Sekunden zum wegweisenden 1:3 nützte.

Wyss weckt neue Hoffnung
Von den Thurgauern war damit für den dritte Abschnitt eine deutliche Steigerung gefordert. Silvan Wyss liess die wiederum über 1000 Zuschauer in der Weinfelder Güttingersreuti mit seinem Anschlusstreffer in der 44. Minute nochmals auf eine Wiederauferstehung der Ostschweizer hoffen. Aber Martigny und insbesondere dessen Schlussmann Reto Lory hielten konsequent dagegen. Weil Thurgau eine letzte Überzahlchance nicht nützen konnte und wenig später für zuviele Spieler auf dem Eis selbst eine Teamstrafe kassierte, blieb es beim knappen Erfolg der Walliser. Damit gewann im vierten und letzten Qualifikationsduell dieser beiden Equipen erstmals das Gastteam.

Zweimal auswärts
Für das Team von Headcoach Stephan Mair geht die Qualifikation am Dienstag mit dem Auswärtsspiel beim HC Ajoie weiter. Am Wochenende folgen dann das im Playoffkampf äusserst wichtige Gastspiel in Winterthur (Freitag, 20 Uhr) und der Heimauftritt gegen Tabellenführer SC Langenthal (Sonntag, 17 Uhr).



Hockey Thurgau – Red Star Martigny 2:3 (1:0, 0:3, 1:0)
Güttingersreuti, Weinfelden. – 1027 Zuschauer. – Sr. Oggier; Altmann, Gurtner.
Tore: 10. Arnold (Andersons, Brunner; Ausschluss Savary) 1:0. 27. Berglund (Zanatta) 1:1. 31. Malgin 1:2. 39. Iglesias (Balej, Merola; Ausschlüsse Vaskivuo und Wollgast) 1:3. 44. Wyss 2:3.
Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 3-mal 2 Minuten gegen Martigny.
Thurgau: Schwendener (ab 59:37 Huber); Rampazzo, Nater; Parati, Bucher; Gossweiler, Wollgast; Seiler; Arnold, Brunner, Andersons; Vaskivuo, Wieser, Wyss; Schläpfer, Küng, Engler; Spiller, Bahar, Rohner.
Martigny: Lory; Iglesias, Girardin; Birbaum, Vermeille; M. Zanatta, L. Zanatta; Flyagin, Merola; Schommer, Berglund, Balej; Vauclair, Savary, Merola; Brem, Malgin, Krutov; Zorin, Rexha, El Assaoui.
Bemerkungen: Thurgau ohne Himelfarb, Glauser und Rochow. – Thurgau ab 59:46 mit 6. Feldspieler.
 

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