Pflichtsieg gegen den Letzten

EISHOCKEY ⋅ Im letzten Spiel der NLB-Qualifikation besiegt Playoff-Teilnehmer Hockey Thurgau am Sonntag den Tabellenletzten GCK Lions mit 3:1 Toren. Nun können Headcoach Stephan Mair und sein Team ihren Fokus auf die am nächsten Freitag beginnenden Playoff-Viertelfinals (best of 7) legen.
12. Februar 2017, 20:00
Markus Rutishauser
Das erste Drittel gegen die GCK Lions riss die Fans in der Güttingersreuti nicht gerade von den Sitzen. Thurgau ohne den angeschlagenen Eric Himelfarb führte zwar spielerisch die feinere Klinge und war auch deutlich öfter in Scheibenbesitz, klare Torchancen blieben allerdings aus. Diese besassen die Zürcher. Dominik Diem und Raphael Prassl verpassten innerhalb von knapp 60 Sekunden das 0:1 jeweils nur um Zentimeter. Das waren die einzigen heissen Momente im Startdrittel.

Die Einheimischen mussten sich bis zur 25. Minute gedulden, ehe Verteidiger Manuel Gossweiler den Zürcher Keeper Daniel Guntern erstmals beunruhigte. Das hatte offenbar Signalwirkung, denn wenig später kam Andri Spiller dem ersten Treffer noch näher. In der kurz darauf folgenden Überzahl brachte Thurgau jedoch keinen einzigen Torschuss zustande. Just als die GCK Lions gerade wieder komplett waren, traf Ruben Rampazzo mit einem harten Slapshot zum leistungsgerechten 1:0. Die Zürcher besassen ihre beste Phase in den letzten zwei, drei Minuten vor der zweiten Sirene. Aber der formstarke Janick Schwendener hielt seinen Kasten rein.
Weil Silvan Wyss einen Abpraller vor Keeper Guntern aus spitzem Winkel sehenswert zum 2:0 in die lange hohe Ecke zirkelte, war die Partie schon nach 63 Sekunden im Schlussdrittel vorentschieden. Die Zürcher versuchten zwar zu reagieren, scheiterten bei ihren wenigen guten Möglichkeiten aber immer wieder an Schwendener. Dann allerdings leisteten sich die Ostschweizer gleich zwei Fouls innerhalb von knapp 30 Sekunden. Was die Zürcher aus der doppelten Überzahl machten, war jedoch  bescheiden. Die resultatmässigen Schlusspunkte setzten Adrian Brunner mit dem 3:0 (52.) und Tim Ulmann, der 119 Sekunden vor dem Abpfiff Keeper Schwendener den dritten Shout-out innerhalb der letzten fünf Runden vermasselte.

Hockey Thurgau – GCK Lions 3:1 (0:0, 1:0, 2:1)
Güttingersreuti, Weinfelden. – 1038 Zuschauer. – Sr. Urban, Wirth; Fuchs, Stuber.
Tore: 29. Rampazzo (Küng) 1:0. 42. Wyss (Forrer, Spiller) 2:0. 53. Brunner (Vaskivuo, Parati) 3:0. 59. Ulmann (Ausschluss Geiger!) 3:1.
Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 5-mal 2 Minuten gegen GCK Lions.
Thurgau: Schwendener; Gossweiler, Wollgast; Forrer, Parati; Rampazzo, Nater; Bucher, Seiler; Arnold, Brunner, Vaskivuo; Wyss, Aeschlimann, Spiller; Engler, Küng, Schläpfer; Wieser, Bahar, Rohner.
GCK Lions: Guntern; Sidler, Geiger; Büsser, Karrer; Luchsinger, Braun; Hinterkircher, Ulmann, Allevi; Bachofner, Prassl, Puntus; Marois, Diem, Högger; Lazarevs, Zumbühl.
Bemerkungen: 57. Prassl (GCK) verschiesst Penalty. - GCK von 59:01 bis 59:20 und ab 59:40 mit sechstem Feldspieler. - Thurgau ohne Himelfarb, Andersons, Glauser, Rochow und Rohner (alle verletzt).
 
 

Thurgauer sind Aussenseiter

Gegen den souveränen Qualifikationssieger SC Langenthal schnüren die Thurgauer ihre Schlittschuhe zwar als Aussenseiter, sind aber nicht zum vorneherein chancenlos. Nach zuerst drei zumindest resultatmässig klaren Niederlagen gegen die Oberaargauer (2:5, 2:6, 2:5) gelang den Ostschweizern am 5. Februar ein vielbeachteter 2:0-Heimerfolg. Zum einzigen Mal in dieser Saison blieben Kelly und Kollegen ohne Torerfolg. Sorgt dieses Negativerlebnis vielleicht sogar für Verunsicherung beim hohen Favoriten? Die weiteren Viertelfinal-Duelle lauten La Chaux-de-Fonds gegen Visp, Martigny gegen Ajoie und Rapperswil-Jona gegen Olten.
Hockey Thurgau organisiert zum ersten Auswärtsspiel vom Freitag, 17. Februar, eine Carfahrt zum Spezialpreis von 25 Franken pro Person. Anmelden können sich die Fans online unter www.hct-fans.ch. Die Abfahrtszeiten sind 17.00 Uhr ab Güttingersreuti, 17.05 Uhr ab Bahnhof Weinfelden und 17.15 Uhr ab Hotel Domizil in Frauenfeld. (mr)


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