Drei unerwartete Punkte im Playoff-Kampf

HOCKEY THURGAU ⋅ Mit unermüdlichem Einsatz, noch mehr Willen und einem überragenden Duo Eric Arnold/Adrian Brunner erkämpft sich Hockey Thurgau drei Punkte in Olten. Dank des 4:3-Sieges stehen die Ostschweizer zum ersten Mal in diesem Jahr auf einem Playoff-Platz.

15. Januar 2017, 21:12
THOMAS AMMANN/OLTEN
Von der ersten Minute an packend. Sehenswerte Tore. Eine dramatische Schlussphase und einen unerwarteten Sieg des Aussenseiters. Das Duell EHC Olten gegen Hockey Thurgau bot alles, was ein Eishockey-Herz begehrt.

Dass nach 60 Minuten die Gäste aus dem Thurgau dank des 4:3-Sieges jubeln konnten, hatte im Wesentlichen vier Gründe. Erstens einen bärenstarken Janick Schwendener im Thurgauer Tor. Denn bereits im ersten Drittel wurden die Gäste bis aufs Äusserste gefordert, spielten sie doch beinahe die Hälfte des Abschnitts mit einem Mann weniger. Die Oltener Spieler überboten sich teilweise im Auslassen bester Gelegenheiten, während die Gäste eigentlich nicht stattfanden. 23:4 lautete das Schussverhältnis nach 20 Minuten.

Der zweite Grund: die Effizienz. Denn nach 27 Minuten stand es plötzlich 0:2 für Hockey Thurgau. Die Spieler wussten selbst kaum, wie ihnen geschah. Zuerst legte Eric Arnold nach einem Dribbling den Puck auf Michael Loosli ab, der aus dem Handgelenk einfach abzog und sehenswert ins hohe Eck traf. Und nur 104 Sekunden später verwertete Mike Vaskivuo ein Zuspiel von Eric Himelfarb auf ähnliche Art und Weise. Das Resultat entsprach alles andere als dem Spielverlauf. Und es rüttelte die Oltener auf, die die Kadenz in der Folge nochmals erhöhten. Gegen Ende des Mitteldrittels münzten sie ihre Dominanz auch in Tore um und wandelten das 0:2 innerhalb von weniger als vier Minuten in eine 3:2-Führung um.

Unbändiger Wille
Doch dies sollte an diesem Abend nicht reichen. Denn Thurgau wusste mit Eric Arnold und Adrian Brunner ein überragendes Duo in seinen Reihen. Kurz nach Wiederanpfiff konnte Arnold zwar einen selbst herausgeholten Penalty nicht verwerten. Doch nur Sekunden später erkämpfte er sich an der Bande eine Scheibe und bediente Brunner, der den Ausgleich erzielte. Für den Siegtreffer war dann Arnold selber zuständig. Dieses Mal erkämpfte sich Brunner mit generösem Einsatz einen Puck.

Der unbändige Wille zeichnete die Thurgauer im Kollektiv aus und war wohl der entscheidendste Faktor für den Sieg. In der Schlussphase kämpften die Ostschweizer wie verbissen um jeden Zentimeter Eis und verbarrikadierten das eigene Tor richtiggehend. Selbst in Überzahl kurz vor Schluss konnten sie nicht mehr für Entlastung sorgen. Stattdessen hätten die Oltener beinahe in Unterzahl noch den Ausgleich erzielt. Doch ein spät gepfiffenes Abseits verhinderte das.
 

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