Der treuste Thurgauer tritt ab

HOCKEY THURGAU ⋅ Die achte Saison beim NLB-Club Thurgau wird für den 33-jährigen Stürmer Andreas Küng auch die letzte sein. Sein grosses Ziel bleibt eine weitere Playoff-Qualifikation mit den Ostschweizern.

24. Januar 2017, 19:35
Matthias Hafen
Sieben Spiele hat Andreas Küng noch vor sich. In diesen entscheidet sich, ob seine Karriere bei Hockey Thurgau in der Freude oder im Frust endet. Der 33-jährige Stürmer wird Ende Saison einen Schlussstrich unter seine Zeit in der Eishockey-Nationalliga setzen. Deshalb möchte der weitaus treuste Thurgauer des aktuellen Kaders unbedingt nochmals ins Playoff. Es würde seine Karriere um eine unbestimmte Anzahl Partien verlängern – jedoch mit Bestimmtheit nicht über die Spielzeit 2016/17 hinaus.

Mehr Assists als der legendäre Dan Daoust
«Ich habe mich für diesen Schritt entschieden, auch wenn es nicht einfach war», sagt Küng, der in den vergangenen Saisons nur noch selten eine tragende Rolle innerhalb der Mannschaft einnehmen konnte. 356 Spiele stand Küng bislang für die Thurgauer auf dem Eis. In diesen realisierte er 231 Skorerpunkte. Mit 175 Assists überholte der Frauenfelder in der Bestenliste gar sein Vorbild Dan Daoust, Kanadier und ehemaliger Publikumsliebling von Thurgau. Daoust ist auch der Grund dafür, warum Küng sich zu Beginn seiner Karriere für die ­Rückennummer neun entschied: «Dan war mein grosses Vorbild. Ich wollte einfach so sein wie er.»

WM-Silber mit dem U18-Nationalteam
Seine Eishockey-Laufbahn begann Küng beim EHC Frauenfeld. Aufgrund seines Talents wechselte er bald einmal in den Nachwuchs des NLA-Clubs Kloten. 2001 gewann der Stürmer mit der Schweizer U18-Nationalmannschaft WM-Silber. Bei Zug in der NLA und dann vor allem bei Langenthal in der NLB nahm seine Karriere ab 2003 Fahrt auf.

Via Olten und Biel, wo er 2007 NLB-Meister wurde, wechselte der bekennende Thurgauer 2009 schliesslich zum HCT. Diesem fühlt er sich bis heute eng verbunden. Als gefragter Aushilfsstürmer im Playoff gewann Küng mit Visp und Lausanne zwei weitere Meistertitel in der zweithöchsten Spielklasse. Bei den Waadtländern trug der Thurgauer 2013 gar zum Aufstieg in die NLA bei. Hockey Thurgau zu Gunsten eines besseren Angebots zu verlassen kam für den Familienvater jedoch nicht in Frage.
 

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