Ausländer sichern Thurgau zwei Punkte

HOCKEY THURGAU ⋅ Ein Spiel mit vielen Hochs und Tiefs entscheidet Thurgau gegen Zug mit 3:2 nach Verlängerung für sich. Das Ausländer-Duo mit Mike Vaskivuo und Eric Himelfarb ist im Strichduell für alle Thurgauer Tore verantwortlich.
13. Januar 2017, 22:38
Thomas Ammann
Hockey Thurgau gegen die EVZ Academy war eines jener Sechs-Punkte-Spiele am Strich, wie sie die Ostschweizer derzeit immer wieder haben. Fünf Teams innerhalb von sieben Punkten kämpfen um den achten, diesen letzten für die Playoff berechtigenden Platz. Diesen belegte vor der Partie in der Güttingersreuti das Zuger Farmteam.

Thurgau feierte vergangene Woche gegen Rapperswil und die GCK Lions zwei wichtige Siege, bevor es am Dienstag im Heimspiel gegen den Tabellenletzten Ticino Rockets eine deutliche 3:7-Niederlage absetzte.

Verpatzter Start im Strichkampf
Und die Nachwehen dieses verpatzten Heimauftritts wirkten bei den Thurgauern nach. Denn das erste Drittel war wahrlich nichts für Eishockey-Gourmets. Viel Kampf und noch mehr Fehler prägten die Startphase dieses Strichkampfs. Zum Leidwesen der lediglich 943 Zuschauer gingen die Zuger bereits in der siebten Minute in Führung. Fabian Haberstich verwertete einen unglücklich abgelenkten Querpass, der Thurgau-Goalie Kevin Huber auf dem falschen Fuss erwischte.

Das Heimteam brachte in der Folge wenig bis nichts zustande. Sie kämpften zwar, angeführt von Topscorer Adrian Brunner und Renato Engler, um jeden Zentimeter Eis. Allein etwas Konstruktives gelingen mochte ihnen nicht.

Wende in Überzahl
Dies blieb wohl auch Trainer Stephan Mair nicht verborgen. Auf jeden Fall musste er in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben. Die Leuen kamen wie verwandelt aus der Kabine. Die zweiten 20 Minuten spielten sich lange Zeit fast ausschliesslich im Zuger Drittel ab. Thurgau agierte zielstrebiger und präziser. Und sie nutzten ihre Überzahlgelegenheiten. Die Gäste verteidigten auch in Unterzahl sehr offensiv, was den Ostschweizern Raum vor dem Tor bot. Zweimal nutzten sie das aus. Zuerst staubte Eric Himelfarb nach einem Abpraller ab. Und in der 35. Minute nutzte Mike Vaskivuo ein geniales Zuspiel von Himelfarb zum Führungstreffer.
Die 2:1-Führung nach 40 Minuten war verdient, dominierten die Thurgauer die Zuger nun doch fast nach Belieben. Doch die Berg- und Talfahrt ging weiter. Keine zwei Minuten waren im dritten Drittel gespielt, als Yannick Zehnder vor dem Thurgauer Tor einfach vergessen ging und dieser Huber im zweiten Anlauf bezwang. Das Spiel nahm in der Folge wieder jene zerfahrenen Züge des ersten Drittels an. Das Spiel hätte auf beide Seiten kippen können. Am Ende war es die individuelle Klasse von Eric Himelfarb, die das Spiel in der Verlängerung zugunsten der Ostschweizer entschied. Ein Solo schloss der Kanadier gleich selber zum 3:2 ab.

Gleichstand am Strich
Mit zwei Punkten können die Ostschweizer gut leben. Sie konnten nur selten an die überzeugenden Auftritte der letzten Wochen anknüpfen und hätten am Ende auch mit leeren Händen dastehen können. Dank dem Sieg ziehen die Thurgauer nun aber mit den Zugern am Strich gleich. Die Ausgangslage bleibt hochbrisant. Und bereits am Dienstag kommt es auswärts gegen denselben Gegner zur nächsten kapitalen Begegnung am Strich.
 

Leserkommentare

Anzeige: