Nomination ist bereits ein Gewinn Sport allgemein In einer bis zuletzt spannend gehaltenen Wahl sind an der Wiler Nacht des Sports die besten Athleten 2017 gekürt worden. Je zu 50 Prozent durch eine Fachjury sowie das anwesende Publikum.

15. Januar 2018, 05:17
Christine Gregorin

Christine Gregorin

sport@wilerzeitung.ch

«Es freut mich, erneut gewonnen zu haben», betonte Leichtathletin Selina Büchel unmittelbar nach ihrer Wahl zur Wiler Einzelsportlerin 2017. Sie geniesse diesen Abend für den Sport und vor allem auch, dass sie anlässlich der Wiler Nacht des Sports stets neue Athletinnen und Athleten aus anderen Sportbereichen kennen lernen könne. Im vorgängigen Interview hatte die seit eineinhalb Jahren als Vollprofi Trainierende ihre kurz- sowie langfristigen Ziele wie folgt formuliert: «Auf Weltniveau in den Final kommen und vielleicht sogar den Olympiafinal erreichen.»

Selina Büchel setzte sich mit sechs Prozent Vorsprung gegen den 72-jährigen, gemäss eigenen Angaben nach wie vor einigermassen unersättlichen Orientierungsläufer Ernst Baumann (OL Regio Wil) durch. Und der dank Pensionierung ebenfalls Vollprofi, liess den Stammgoalie des FC Wil, Noam Baumann, seinerseits um fünf Prozent hinter sich.

Fachjury und Publikum hatten erneut eine überaus schwierige Aufgabe zu bewältigen. Selbst die Vorstellung der Nominierten mittels interessanter Videoeinblicke und durch Christa Klein moderierte Interviews machten sie nicht einfacher. Persönliche Zielsetzungen oder täglicher Trainingsaufwand wussten genauso zu beeindrucken wie die Tatsache, dass abgesehen von wenigen Ausnahmen fast alle Athletinnen und Athleten neben ihrem bevorzugten Spitzensport schulisch oder beruflich Karriere machen und zeitlich alles bestens unter einen Hut bringen.

Premiere beim Nachwuchssport

Erstmals in elf Jahren ist mit Fabrice Rohner vom Kletterclub Wil ein Sportkletterer nominiert worden. Er hat sich anlässlich der Premiere auch gleich den Titel gesichert und die ebenso bodenständige wie zielstrebige Orientierungsläuferin Nora Aegler (OL Regio Wil) und die ultraschnelle Lia Thalmann vom KTV Wil damit auf die Plätze zwei und drei verwiesen. Im Interview präsentierte sich der 14-jährige Fabrice Rohner wort- und mediengewandt, humorvoll und bescheiden. Letzteres änderte sich allerdings, als es um seine Zielsetzungen geht: «Ich will an die Weltmeisterschaft in Kanada». Beim Sportklettern brauche es jeden einzelnen Muskel, das gefalle ihm, fasste er die Faszination seiner Sportart in Worte und offenbarte schmunzelnd, dass er bei sich zu Hause in der Stube eine Kletterwand hat, um seine Lieblingstechnik – das Bouldern – jederzeit üben zu können.

In der Kategorie Mannschaft hatte am Ende das Herrenteam Nationalliga A des TTC Wil die Nase vorn. Dicht gefolgt vom Kantonalteam SG des RLZ Ost sowie dem Baseballteam U15 der Wil Devils. Roger Bigger wurde als Sportförderer 2017 gewürdigt und die Akrobatikgruppe Akronis sorgte für kurzweilige Unterhaltung und somit für ein dem Anlass entsprechendes Rahmenprogramm.


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