Neuer Sportförderer ist mehr als ruhiger "Chrampfer"

WIL ⋅ Auch die elfte Auflage der Nacht des Wiler Sports wartete mit etlichen überraschenden Momenten auf. Neben den Siegern in den Bereichen Sportklettern, Tischtennis und Leichtathletik wurde Roger Bigger als Sportförderer 2017 gewürdigt.
15. Januar 2018, 06:42
Christine Gregorin

«Ich bin völlig überrascht», sagte der frischgebackene Sportförderer 2017 unmittelbar nach dem Betreten der Bühne sichtlich ergriffen. Eigentlich habe er gedacht, dass er mit seiner Frau essen gehe. Der Tochter zuliebe seien sie beide aber letztlich im Stadtsaal gelandet, erklärte Roger Bigger schmunzelnd. Er habe erst nach zehn von dreizehn Puzzleteilen gemerkt, dass er gemeint sein könnte, beantwortete Roger Bigger die entsprechende Frage immer noch mit einem Kopfschütteln. «Ich bin berührt und stolz. Es ist eine Genugtuung, dass mein Einsatz zugunsten des Sports wahrgenommen wird, besonders in diesen schweren Zeiten», fasste er seine Gefühlslage in Worte.

Der Preis des Sportförderers wird unter dem Patronat der lokalen Panathleten in unregelmässigen Abständen vergeben und bis zuletzt geheim gehalten. Die Erkennungsmerkmale werden Puzzle für Puzzle gelüftet. Das so entstandene Palmares präsentiert sich beeindruckend: Er verfolgt gesteckte Ziele mit Akribie und Stichworte wie Begeisterung, Leidenschaft, Vision, Emotionen und Engagement scheinen durchaus angebracht. Der Sportförderer 2017 verkörpert nicht ausschliesslich den ruhigen «Chrampfer» im Hintergrund, ist er doch dann und wann in den Medien vertreten. Seit 2003 hat er mit seinem Verein zahlreiche Hürden übersprungen. Nach Tiefschlägen aufgeben, ist nicht sein Ding, noch mehr Einsatz lautete seine Devise.

Spätestens nach dem nächsten Insidertipp hat es dann bei den meisten im gut gefüllten Stadtsaal Anwesenden Klick gemacht: «Nach einem Sturm bringt man normalerweise sein Schiff erst einmal in ruhigere Gewässer. Der Sportförderer 2017 musste jedoch genau das Gegenteil machen. Er holte das Schiff aus dem Hafen und hat es hinaus ins offene Meer geführt.»

Unterhaltung von Akrobatikgruppe

Neben Roger Bigger standen am Ende auch Nachwuchssportler Fabice Rohner vom Kletterclub Wil, die Herren des Nationalliga-A-Teams des TTC Wil sowie Leichtathletin Selina Büchel vom KTV Bütschwil zuoberst auf dem Podest beziehungsweise im Rampenlicht mitsamt Lamettaregen.

Umrahmt wurde das Ganze von der Akrobatikgruppe Akronis, die bereits seit 40 Jahren Schabernack treibt: turnerisch auf hohem Niveau und urchig verpackt.

Christine Gregorin

redaktion@wilerzeitung.ch


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