Wegen Breite Spitze unterstützen

Dreieinhalb Teams des Curling Clubs Uzwil spielen in ihren jeweiligen Kategorien in der höchsten Liga der Schweiz. Dies verlangt nach zusätzlicher Unterstützung, nicht zuletzt auch, damit der Nachwuchs Perspektiven vorfindet.
13. Oktober 2012, 01:33
URS NOBEL

CURLING. Dass sich der Curling Club Uzwil entschieden hat, seine Halle von zwei auf vier Rinks auszubauen, hat in erster Linie einmal Kosten verursacht. Der Verein ist momentan daran, diese Schulden nach und nach abzubauen. Dass der Curling Club Uzwil seit zwei Jahren eine neue Halle sein eigen nennen darf, hat aber auch positive sportliche Auswirkungen. Erstmals spielen je ein Herren- und Damenteam in der Nationalliga A, die Uzwiler Juniorinnen von Ursi Hegner und Marco Ruch in der höchsten Juniorinnen-Klasse. Auch das gemischte Team Uzwil/Wetzikon unter der Trainerin Brigitte Brunner hat den Sprung in die A-Klasse auf diese Saison hin geschafft.

Engagement kostet Geld

Um die notwendigen Trainings absolvieren und Turniere bestreiten zu können, wird von all diesen Teams ein weit grösserer Aufwand betrieben, als dies im Verein üblich ist. Und dieses Engagement kostet Geld.

Aus diesem Grund haben sich vier langjährige Mitglieder, nämlich Marco und Romano Ruch, Jörg Müller sowie Marc Stäheli entschlossen, einen Gönnerclub ins Leben zu rufen. Gönner kann ab sofort werden, wer die genannten vier Teams mit mindestens 200 Franken unterstützen will. Am Dienstag wurde die Absicht vor den Augen des Damen- sowie des Nachwuchsteams schriftlich fixiert. «Mit unseren Unterschriften haben wir noch nicht viel bewegt. Jetzt müssen alle von uns zünftig die Werbetrommel rühren, um eine stattliche Anzahl Gönner zu motivieren, sich finanziell zu engagieren», sagte Vereinspräsident Marco Ruch.

Männer mit grossem Potenzial

Das NLA-Team der Uzwiler Herren besteht aus Roman Ruch (Skip), Rolf Bruggmann, Felix Bader und Michel Devaux. Trainieren tun sich die vier Routiniers selbst und auch nicht immer gemeinsam in Vollbesetzung. Vereinspräsident Marco Ruch bezeichnet die Mannschaft als ruhig, abgeklärt und gut strukturiert. «Sie hat auf jeden Fall grosses Potenzial.»

Chancenlos gegen Mirjam Ott

Das NLA-Damenteam besteht aus Ursi Hegner (Skip), Nina Ledergerber, Chantal Schmid und Claudia Baumann. Trainiert werden die vier Curlerinnen von Roger Engeler, der eine unbekümmerte motivierte Truppe führt, die noch einiges an Erfahrung sammeln muss. «Gegen das Team von Mirjam Ott werden unsere Damen jedoch mindestes vorderhand noch chancenlos sein», prophezeit Marco Ruch.

Minimalistenteam

Gleich zwei Teamverantwortliche hat das Nachwuchsteam Juniorinnen in der A-Liga. Ursi Hegner und Marco Ruch wollen den vier jungen Damen auf den Weg zum Erfolg verhelfen. Lisa Ruch (Skip), Kerstin und Selina Ruch sowie Larissa Berchtold und Sarah Bieler sind bereits bekannt dafür, dass sie aus verhältnismässig wenig Aufwand viel herausholen. Sie trainieren gemäss Marco Ruch zwar zu wenig, können aber an Turnieren und Meisterschaften ihr unbestritten grosses Talent in die Waagschale legen.

Mit Auslandstarts

Die Uzwiler Erfolgstrainerin Brigitte Brunner engagiert sich zugunsten des Teams Uzwil/Wetzikon. Diese Spielgemeinschaft investiert sehr viel Zeit in ihr Hobby und wird auch mittels Auslandeinsätzen gezielt aufgebaut. Dem Team gehören Elena Stern (Skip), Antonia Brunner, Anna Stern und Tanja Schwegler an. «Bei diesen Mädchen kommt nach der Schule sofort das Hobby Curling. Ihrer Sportart opfern die jungen Damen fast die gesamte Freizeit», weiss der Vereinspräsident.

Marco Ruch kommt – wenn er von diesen Teams erzählt – ins Schwärmen. Doch vergisst er nicht zu betonen, dass der Curling Club Uzwil noch über weitere drei Nachwuchsteams verfüge. «Das ist unser künftiger Nachwuchs und auch diesen gilt es zu pflegen. Die aktuellen Spitzenteams sollen keine Momentaufnahme sein, sondern zu einer Gewohnheit werden.

Die Uzwiler Curler – vor allem die Curling-Ostschweiz – soll wahrgenommen werden. Dies gelingt uns dank guten Teams in den obersten Ligen und einem Nachwuchs, der seine Vorbilder aus den eigenen Reihen kennt.»


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