Auch im Thurgau machen Elterntaxis der Polizei Arbeit

VERKEHR ⋅ In Frauenfeld ein Problem und in Matzingen erst recht: Papa und Mama, die ihre Kinder mit dem Auto bis vor die Schultüre bringen. Nun hat auch die Kantonspolizei das Problem erkannt.
12. Januar 2018, 21:58
Rossella Blattmann
Aktion gegen Elterntaxis im ganzen Kanton. Die Kapo Thurgau hat zu Beginn des Schuljahres «die Schulwegüberwachungen» im ganzen Kanton verstärkt. Mario Christen, Mediensprecher der Kantonspolizei sagt, dabei werde ein besonderes Augenmerk auf stark frequentierte Hauptstrassen oder Schulhausnähe gelegt. Durch die erhöhte Polizeipräsenz sollen auch und vor allem Autofahrer sensibilisiert werden. Letztlich geht es um ein Problem: Elterntaxis.
Auch in Aadorf hat die Kantonspolizei bereits gegen Elterntaxis eingegriffen. Laut Vesna Calori, Präsidentin des Elternforums Aadorf und Mitglied der Thurgauischen Arbeitsgemeinschaft für Elternorganisationen (TAGEO), führe die Kapo gelegentlich eine «Aktion Elterntaxi» durch und weise auf die Gefahren beim Wenden und Rückwärtsfahren hin.

Gefährliche Situationen könnten verhindert werden, indem man die Kinder nicht «vor die Tür» fahre, sondern vorher an sicheren Haltestellen aussteigen lasse. «Zudem erhalten alle Eltern von angehenden Kindergärtlern zu Beginn des Schuljahres von uns ein Merkblatt zur Schulwegsicherung mit Tipps für die Sicherheit der Kinder», sagt Vesna Calori.
 

Verantwortung für Schulweg liegt bei Eltern

Gebi Matthey, Schulleiter Kurzdorf in Frauenfeld, bestätigt die Präsenz von Elterntaxis. Die Häufigkeit, in der diese in Kurzdorf auftauchen, hänge zudem von der Witterung ab. Einen Schulweg von 15 Gehminuten hält er für klar angemessen. Sowohl Matthey als auch die Kapo betonen, dass die Verantwortung für den Schulweg letztendlich bei den Eltern und nicht der Schule liege. Aber das Problem bekämpfen alle: Kapo und Schulen.

Auch in Wil hat die Polizei die Elterntaxis kontrolliert.

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