Tagblatt Online, 22. Februar 2012 01:04:00
Männerchor singt Liebeslieder
Imposante Sangeskraft: Die Arboner Sänger während ihres Winterkonzerts. (Bild: Uschi Meister)
ARBON. Das Winterkonzert der Arboner Sänger stand unter dem Motto «Traum oder Wahrheit». Das Programm bot sowohl Klassisches als auch Modernes – alles handelte aber von der Liebe.
USCHI MEISTER
Die Arboner Sänger – ein Fusionsprojekt aus dem Stadtmännerchor Arbon und dem Männerchor Frohsinn – entstanden 2009 aus dem Bewusstsein heraus, dass keiner der beiden Chöre im Alleingang noch reelle Chancen hat. Die Besucher des Winterkonzerts – darunter auch einige Politprominenz – wurden von Stefan De Lazzer, Präsident der neuen Arboner Sänger, begrüsst. Dieser präsentierte auch die Idee zum Konzert, das unter dem Motto «Traum oder Wahrheit» stand: Liebeslieder querbeet durch die Musikgeschichte standen auf dem Programm. Leo Gschwend dirigierte und verstärkte die Arboner Sänger mit der Sopranistin Alexa Vogel sowie dem Pianisten Stefan Hürlimann.
Das Publikumsinteresse war gross – das katholische Kirchgemeindehaus platzte aus allen Nähten, draussen vor der Tür bildeten sich schon früh lange Warteschlangen.
Küsschen für einen Sänger
Albträume oder Liebeswahn, so hiess die Frage im Laufe des Programms – in der Tat ging es vorrangig um Wunschträume. Dass diese wahr würden, sei grundsätzlich nicht auszuschliessen. Das Konzert präsentierte sich teils modern, teils klassisch: Mit «I have a dream» von Abba eröffneten die Sänger, um nachher auf Robert Schumanns «Träumerei für Klavier» und Mozarts «Zauberflöte» einzuschwenken. Donizettis «Regimentstochter» barg den ersten Auftritt für Alexa Vogel, die in frischem Rot für etwas Farbe im statischen Schwarz sorgte. Zur Freude aller drückte sie am Schluss ein Küsschen auf die Wange eines treuen Sängers.
Wehmütiger zweiter Teil
Auch im zweiten Konzertteil gaben die 45 Interpreten ihren vollen Einsatz. Sie vermochten die Zuhörer mit sorgsam interpretierten Schweizer Volksliedern sowie Volksweisen aus aller Welt auf einer Woge des Wohlgefallens fortzutragen, selbst wenn die letzten Lieder die wehmütigere, melancholische Seite der Liebe streiften.
Die Zugabe mit «La Montanara» rückte die Stimmung wieder ins Lot. Stefan De Lazzer konnte am Schluss versichern: «Unser Traum ist Wirklichkeit geworden, die <Arboner Sänger> werden die örtliche Männerchor-Tradition weiterleben lassen».
Unterstützung gesucht
Wenn es zudem jemandes Traum sei, in einem solchen Chor mitzuwirken – dieser würde sich ganz schnell verwirklichen lassen, sinnierte Leo Gschwend: Die Arboner Sänger suchen weiterhin fähige Gesangskräfte zur Unterstützung. Bereits sind auch zwei jüngere Interessenten mit im Gespräch.
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