Stiftungsbeitrag als Motivation für den Klimaschutz

Kunststoffteile aus der Ostschweiz werden seit Anfang Juni umweltfreundlicher produziert. Die Treff AG nutzt neu die Abwärme ihrer Produktion zur Raumheizung und stösst so jährlich 65 Tonnen CO2 weniger aus. Finanzielle Unterstützung erhält das KMU von der Klimastiftung Schweiz.

18. Juni 2014, 02:36

DEGERSHEIM. «Wir froren ein paar Tage», sagt Guido Vollrath, Geschäftsleiter der Treff AG in Degersheim. Der Ölkessel bei der Ostschweizer Kunststoffverarbeiterin war Mitte Mai ausgebaut worden. An seiner Stelle steht nun eine Wärmepumpe, welche die Abwärme der Produktionsanlagen für die Raumheizung nutzt. Ein paar Tage kalte Füsse ist aber nicht der einzige Preis, den die Firma für die nachhaltige Heizung bezahlt. 350 000 Franken kostet die Umstellung. «Unser Projekt ist kein wirtschaftliches, sondern ein ideelles. Das heisst, rein finanziell lohnt sich unsere Investition für uns nicht oder erst in gut zwanzig Jahren», sagt der Geschäftsleiter Guido Vollrath.

Finanzspritze der Klimastiftung

Unterstützt wird die Degersheimer Treff AG von der Klimastiftung Schweiz, die rund 20 000 Franken beisteuert. «Die Finanzspritze der Klimastiftung Schweiz betrachten wir als Motivation und Anerkennung für unsere Bemühungen, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten», sagt Guido Vollrath. «Dies gilt ebenso für unsere Aktionäre und unseren Verwaltungsrat, die das Projekt bewilligten.»

Stärkung von Klimaschutz

Die Klimastiftung Schweiz wird von 24 renommierten Dienstleistungsfirmen aus der Schweiz und aus Liechtenstein getragen. Sie unterstützt KMU, die etwas für den Klimaschutz tun, und versteht sich damit als Stiftung von der Wirtschaft für die Wirtschaft. «Wir unterstützen Projekte im Inland, weil wir überzeugt sind, dass die geförderten KMU dadurch im Wettbewerb Vorteile haben und so gleichzeitig mit dem Klimaschutz auch der Wirtschaftsstandort gestärkt werden kann», sagt Vincent Eckert, Geschäftsführer der Stiftung.

Nachhaltig wirtschaften

Auch Guido Vollrath von der Treff AG sieht für sein Unternehmen Vorteile, auch wenn diese nicht finanzieller Art sind: «Als Unternehmen wollen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. Da gehört die Nachhaltigkeit als ganz wesentlicher Punkt dazu. Wir möchten sowohl gegenüber unseren Kunden als auch gegenüber unseren Mitarbeitenden zeigen, dass wir unseren Teil zum Klimaschutz beitragen.» (pd)


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