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Tagblatt Online, 30. Mai 2011 06:33:00

Weltrekord ist geglückt

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Das grösste Geschenk machten die 1346 Frauen der Musig Lenggenwil und knackten somit den Weltrekord «Grösste Frauen-Blasmusik». (Bild: zi.)

LENGGENWIL. 1346 Musikantinnen spielten am Samstagabend in Lenggenwil auf. Diese Frauen haben der Musig das grösste Geschenk zum 50-Jahr-Jubiläum gemacht, denn der Weltrekordversuch «Grösste Frauen-Blasmusik» ist somit geschafft.

Die Uhr zeigte auf Viertel nach sieben Uhr am Samstagabend, als die Musig Lenggenwil das grösste Geschenk zu ihrem 50-Jahr-Jubiläum erhielt. «1346 Musikantinnen sind es», verkündete Lucas Keel, der als Gemeindepräsident dafür verantwortlich war, dass alles mit rechten Dingen zu und her ging. 1346 Frauen spielten am Samstagabend im Zentrum von Lenggenwil einen Marsch und eine Polka. Damit hat die Musig Lenggenwil den Weltrekord der «Grössten Frauen-Blasmusik», den bislang Ziegelbach bei Bad Wurzach in Deutschland hielt, geknackt. Allerdings sehr knapp, nämlich nur neun Frauen mehr als in Ziegelbach spielten in Lenggenwil auf.

Wettlauf mit der Zeit

Die Musikantinnen auf dem Platz und die vielen Zuschauer jubelten, freuten sich mit den Organisatoren. Doch am meisten jubelte der Initiant und Chef des Anlasses «Treffpunkt 2011», Franz Meienhofer. «Es ist doch einfach super», sagte er überglücklich. Die Erleichterung war ihm anzusehen, denn was sich während der Stunden zuvor abspielte, kommt einem Krimi gleich. Am Mittag noch fehlten 80 Musikantinnen. Am Nachmittag traf eine grössere Gruppe aus dem benachbarten Vorarlberg ein. Der Weltrekord war zum Greifen nah. Nun wurden alle Frauen mobilisiert. Die Handys der bereits anwesenden Musikantinnen, der Mitglieder der Musig Lenggenwil und des Organisationskomitees liefen heiss, sollten doch noch weitere Teilnehmerinnen mobilisiert werden können. Um Viertel vor sieben Uhr bahnte sich ein Musikantinnenzug vom Festplatz bis zum Weltrekordversuch-Areal. Die Frauen, die sich bereits im Vorfeld auf einer Liste eingeschrieben haben, wurden nochmals numeriert, bevor sie Einlass erhielten.

Stolz der Musikantinnen

Dann erhob Dirigentin Anne Britt Hermansen ihre Hände, die sie in weisse Handschuhe gehüllt hatte, und zählte den ersten Takt an. «Gruss aus Lenggenwil» von Hansulrich Lüthi aus Algetshausen – der vor Ort war – ertönte. Nicht ganz perfekt, aber besser als schon mancher Gesamtchor an Musikanlässen. Anschliessend wurden Musikantinnen aus dem Engadin – aus Bever, S-Chanf und Samedan – für ihre weiteste Anreise belohnt. Ebenfalls eine Belohnung erhielten die «Breisgauperlen» aus Teningen im Südwesten Baden-Württembergs, die die grösste Anzahl Frauen stellten

Der letzte Ton von «Südböhmische Polka» verklang – und zwar zeitgleich –, als Dirigentin Anne Britt Hermansen ganz stolz und voller Freude von der Hebebühne stieg. Sie hatte ihre Arbeit sehr gut gemeistert und war ganz begeistert vom Anlass, und davon, dass der Weltrekord geschafft wurde. Begeistert waren auch die 1346 Musikantinnen. «Es war eine fröhliche Atmosphäre, das Wetter passte, der Anlass war ausgezeichnet organisiert, und ich bin schon etwas stolz, dass wir den Weltrekord gebrochen haben», sagte Judith Fuchs aus Hosenruck. Sie war zudem erstaunt, dass das Zusammenspiel ohne Probe nicht schlecht klappte. Ingrid Kull von der Henauer Musig freute sich, schon zum zweiten Mal einen Weltrekordversuch geschafft zu haben. Sie war bereits 2008 im vorarlbergischen Hittisau dabei. Es sei immer gewaltig, wenn so viele Musikantinnen miteinander spielen, so Ingrid Kull. (zi.)

region wil 36

Weitere Bilder • www.wilerzeitung.ch

 





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