Raiffeisen prägt Strukturwandel

HINTERTHURGAU ⋅ Freundlich gesinnte Märkte führten für die Raiffeisenbanken erneut zu Rekordergebnissen. Um weiter auf der Erfolgsspur zu bleiben, stehen zwei Fusionen von Filialen im Hinterthurgau an.
11. August 2017, 07:12

Die Thurgauer Raiffeisenbanken seien gut ins Geschäftsjahr 2017 gestartet, heisst es in einer Medienmitteilung der Thurgauer Raiffeisenbank : Alle Kennzahlen zeigen deutlich nach oben. An der Halbjahresmedienkonferenz auf dem neuen Napoleon-Aussichtsturm in Wäldi wurde betont, dass sich die Bankengruppe als ein Verbund von KMU-Betrieben im Thurgau sieht, geerdet bleiben will und sich dem Strukturwandel stellt – aktuell gerade im Hinterthurgau.

Urs Schneider, Präsident des Thurgauer Verbands der Raiffeisenbanken, erläuterte mit Blick auf geplante Raiffeisen-Fusionen im Hinterthurgau, dass die lokalen beziehungsweise regionalen Raiffeisenbanken den unausweichlichen Strukturwandel aktiv mitprägen, um weiter auf der Erfolgsspur zu bleiben: «Regulatorische Anforderungen, Aspekte der Sicherheit, betriebswirtschaftliche Erfordernisse oder Kompetenzerweiterung verlangen nach einer gewissen Grösse. Nachdem wir einige Jahre keine Fusionen hatten, stehen jetzt gleich drei an.» Er erwähnte die angestrebten Hinterthurgauer Zusammenschlüsse der Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel mit Wängi-Matzingen sowie der drei Finanzinstitute Dussnang-Fischingen, Rickenbach-Wilen und Sirnach. Zudem prüften die Raiffeisenbanken Mittelthurgau und Berg-Erlen einen Zusammenschluss. Schneider zeigte sich zuversichtlich, dass die geplanten Fusionen kundenfreundlich umgesetzt werden können.

Generalversammlungen entscheiden

Für die Umsetzungen seien die einzelnen Banken selber zuständig. Er gehe davon aus, dass an den Generalversammlungen 2018 über die Fusionen beschlossen werden könne. Er führte aus, dass die Verhandlungen aus eigenem Antrieb und ohne Druck erfolgt seien. Damit könnten sich die einzelnen Banken in der neuen Aufstellung aus einer Position der Stärke heraus optimal für die Zukunft rüsten. Josef Maier informierte im Detail über die Halbjahreszahlen. Die konsolidierte Bilanzsumme aller Thurgauer Raiffeisenbanken wuchs um 2,5 Prozent auf 13,429 Milliarden Franken, die Ausleihungen stiegen um 1,9 Prozent auf 11,79 Milliarden Franken, die Kundengelder wiederum um 1,9 Prozent auf 9,42 Milliarden Franken. «Die freundlicher gesinnten Märkte verhalfen den Raiffeisenbanken im letzten Halbjahr erneut zu einem Rekordergebnis», sagt Maier.

Kobelt neu im Vorstand

Neues Mitglied im Vorstand des Thurgauer Verbands der Raiffeisenbanken ist André Kobelt seit der Generalversammlung im Frühjahr. Er ist Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisenbank Regio Arbon und kantonal unter anderem zuständig für die Organisation von Weiterbildungsanlässen für die Mitarbeitenden im Thurgau. Dieses kantonale Angebot ist angesichts der steigenden Anforderungen immer wichtiger und wird von den einzelnen Banken gerne in Anspruch genommen, heisst es in der Mitteilung der Raiffeisenbank. (pd)


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