Offenes Ohr für die Bevölkerung

ROSSRÜTI ⋅ Durch die Fusion mit der Stadt Wil kam in Rossrüti vor fünf Jahren der Wunsch auf, eine Interessen- gemeinschaft für die dörflichen Anliegen zu gründen. Zweiter Teil der Serie «Wiler Quartiervereine».
12. Oktober 2017, 06:57
Roland P. Poschung

Roland P. Poschung

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«Es gibt in Rossrüti noch einen Dorfmetzger, der auf Kundenwünsche eingeht und das lokale Gewerbe unterstützt. Zudem haben wir einen Denner-Laden mit Lieferservice bis in den Kofferraum, wertvolle Ausbildungsplätze für den Detailhandel sowie ein geschätztes Kaffeeangebot bei jedem Einkauf. Das Freizeithaus, gleich neben der Fussballwiese, bietet sich für familiäre Anlässe an», sagt der Präsident der IG Rossrüti, Lukas Sterren.

Seit 2012 versteht sich die IG als Bindeglied und Vermittler zwischen dem Dorf Rossrüti und den Interessengruppen rundherum, speziell mit der Stadt Wil. Diverse Aufgaben hätten in den vergangenen Jahren gelöst werden können, sagt der Präsident. Die rund 100 Mitglieder würden von einem sechsköpfigen Vorstand geführt, dessen Mitglieder für Anliegen aus der Bevölkerung ein offenes Ohr hätten.

Dorfgemeinschaft pflegen und fördern

«Wir pflegen und fördern die Dorfgemeinschaft, informieren über Anlässe und Veranstaltungen im Dorf, bemühen uns um die Vertretung von Rossrüter Interessen gegenüber der Stadt Wil, beteiligen uns an den Zusammenkünften der Wiler Quartiervereine, publizieren zweimal jährlich das ‹Blättli von Rossrüti›, organisieren jährlich den Rossrüter Weihnachtsmarkt und veröffentlichen aktuelle Informationen auf unserer Homepage», zählt Sterren die Aktivitäten der IG Rossrüti auf. Schon frühere Themen wie die Busverbindungen in Rossrüti, die Radwegverbindung nach Wil, die Umsetzung der Gemeindeordnung, das Aufstellen von Ortseingangstafeln, die Kathi-Finanzierung und das neue Nutzungsreglement für die Sportanlagen der Stadt Wil seien von der IG behandelt worden. Aktuell brenne das Thema Hochwasserschutz. Viele Hausbesitzer seien mit den planerischen Vorgaben der Stadt Wil nicht einverstanden. «Häufig können wir als IG vermitteln oder kommen zum Einsatz, wenn die Kommunikation zwischen den Parteien beeinträchtigt ist», sagt der Präsident.

Der Vorstand möchte die IG Rossrüti bei der Dorfbevölkerung noch besser verankern. Der Nutzen liege im Kontakt zwischen den Leuten und gebe ein Gefühl von Zusammenhalt. In Rossrüti kenne man sich noch. Wichtig ­ sei der Informationsaustausch, jede Person könne ihre Meinung einbringen, betont Sterren. Die Vorstandsmitglieder könnten für ­Anliegen ungeniert kontaktiert werden. Regelmässige Treffen fänden im Restaurant Sternen oder im Rössliguet statt.

Im Dorf von den Vorzügen einer Stadt profitieren

In Rossrüti zu leben, biete viele Vorteile. «Wir verfügen im Dorf über ein eigenes Gewerbe, und innert kürzester Zeit befindet man sich im Grünen. Zudem hat man in Rossrüti einen schnellen Zugang zu den Vorzügen einer Stadt mit ihrer Wirtschaft sowie einem breiten Einkaufs- und Freizeitangebot», sagt Sterren. Eine besondere Gewichtung kommt für ihn dem Verkehr und den Zugverbindungen zu. Kindergarten und Primarschule seien in Rossrüti gut aufgestellt. «Die Kinder werden in einer ländlichen Schule unterrichtet, bevor sie dann für die Sekundarschule nach Wil gehen.»


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