Dem Starkoch über die Schulter geschaut

WIL ⋅ Unter dem Leitmotiv «Genial einfach – genial gut» lud die «Wiler Zeitung» am Samstag zu einem Kochevent mit Starkoch David Geisser ein. Das Publikum kam in Scharen und war begeistert von den Tipps und Kniffs des erfolgreichen Kochbuchautors.
17. Juli 2017, 06:54
Hans Suter

Hans Suter

hans.suter@wilerzeitung.ch

Die perfekte Vorspeise in zehn Minuten. Dass das möglich ist, demonstrierte Starkoch und Kochbuchautor David Geisser in der Showküche der Schreinerei Fust in Wil anhand vier Rezepten: Lachscarpaccio mit Parmesan und Balsamicoperlen, geräucherte Forelle mit gedünstetem Fenchel, Thunfischloins in Sesamkruste und flambierte Crevetten. Alle verwendeten Lebensmittel wurden am Samstagmorgen frisch eingekauft. Und zwar im Migrosmarkt in Wil, da der Kochevent in Zusammenarbeit mit der Micarna SA realisiert wurde. Vorbestellt werden musste einzig der Thunfisch-Sakublock.

David Geisser betonte mehrfach: «Nur wenn frischeste Ware verwendet wird, wird es ein Gaumenschmaus.» Frisch bedeutet: Roher Fisch muss vor dem Verzehr 24 Stunden bei mindestens minus 20 Grad Celsius eingefroren gewesen sein. Bei der Zubereitung ist zudem stets auf höchste Hygiene zu achten. David Geisser beantwortete laufend die Fragen aus dem Publikum. Diskussionen löste das scharfe Anbraten mit Olivenöl aus. David Geisser beschwichtigte: Das Anbraten dauere gerade wegen der hohen Hitze nur kurz und bezwecke Röstaromen. Dass sich beim Fleisch durch das Anbraten die Poren schliessen würden, sei indes eine Mär. «Das Fleisch hat gar keine Poren.» Ein Tipp zum Flambieren der Crevetten: Auf genügend Raumhöhe achten; nie unter laufendem Dampfabzug.

Weitere Tipps und Impressionen folgen demnächst auf vier gestaffelten Sonderseiten.


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