Zum Gedenken an Emil Kunz

Bei Jahresbeginn ist Emil Kunz still und unauffällig verschieden. Der Verstorbene war vielen als tüchtiger Landschaftsgärtner bekannt. Daneben war er auch im künstlerischen Bereich tätig.
04. Februar 2011, 09:52
Armin Benz

niederuzwil. Bei Jahresbeginn ist Emil Kunz still und unauffällig in seinem Haus am Haslenweg 10 c in Niederuzwil, das er seit 15 Jahren bewohnte, verschieden. Der Verstorbene war vielen als tüchtiger Landschaftsgärtner bekannt, der seine Arbeiten speditiv und kompetent erledigte, getreu seinem Leitwort «Kunz pflegt und gestaltet Gärten».

Viele seiner Kunden werden ihrem Gärtner ein gutes Andenken bewahren.

«Villa Kunterbunt»

Emil Kunz, geboren am 14. Oktober 1953, wuchs in Wil auf und machte bei der Gärtnerei Fürer die Gärtnerlehre. Er bildete sich in verschiedenen Sparten weiter und begann 1984 in Niederuzwil auf eigene Rechnung zu arbeiten. Das vor 15 Jahren erworbene, etwas verborgene Reihenhaus am Haslenweg am Dorfrand Niederuzwils, oberhalb des Hofs Ackermann, muss es Emil Kunz besonders angetan haben. Er richtete den Wohnsitz ganz nach seinem Gusto ein, im Garten mit Wasserspielen, Skulpturen und allerlei Pflanzen. Das Haus verwandelte er innen und aussen in eine märchenhaft anmutende Bildergalerie, in der ausdrucksvolle, satte Farben vorherrschten.

Das fiel auf, und am 25. Januar 2010 widmete die Wiler Zeitung der «Villa Kunterbunt» und ihrem Besitzer einen viel beachteten Artikel in der Serie «Wer wohnt denn da?».

Leidenschaft Malerei

Emil Kunz hielt seinem Haus, das er kürzlich mit Sonnenkollektoren und einer neuen Heizung versehen liess, Sorge, es war ein eigentliches Künstlerhaus. Er arbeitete gerne und sagte einmal: «Ich werde 100, und so lange ich lebe, arbeite ich.» Er beschäftigte sich oft mit grundsätzlichen Fragen des Lebens, las entsprechende Bücher und konnte dabei ernsthaft ins Philosophieren geraten. Früher war er auch einem Gläschen etwa in der «Luxi» nicht abgeneigt. Hatte er keine Aufträge oder herrschte Schlechtwetter, malte er. Gerne und geduldig zeigte der Alleinstehende Interessierten seine zahlreichen Bilder, oft in der Spachteltechnik mit Acrylfarben gemalt.

Daneben schuf er auch Holzskulpturen und Eisenplastiken. 2005 lud er die Bevölkerung erstmals zu einer Bilderausstellung ins Haus ein.

Emil Kunz hinterlässt in seinem Haus eine grosse Anzahl Bilder, es mögen gegen 180 sein. Die Angehörigen planen, nach einer gewissen Zeit diese Werke allen Interessierten zugänglich zu machen, möglicherweise noch diesen Frühling. Allfällige Interessentinnen und Interessenten werden gebeten, sich an Peter Kunz, Sonder, 9247 Zelg bei Wolfhalden, zu wenden.


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