Mehr Sicherheit in den Dörfern

VERKEHR ⋅ In Algetshausen und Oberstetten sind Autofahrer zu schnell unterwegs. Die Gemeinde reagiert und will an den Ortseingängen die Strasse verengen.
21. April 2017, 05:20

Im Verhältnis zum baulichen Aufwand erzielen Eingangstore eine grosse Wirkung: In der Regel wird auf beiden Seiten einer Strasse ein Baum gepflanzt, um die Fahrbahn zu verengen und die Autofahrer dazu zu bewegen, vom Gaspedal zu gehen.

Eingangstore dieser Art gibt es schon in der Gemeinde Uzwil. Jetzt sollen auch die beiden Dörfer Algetshausen und Oberstetten welche erhalten. Zurzeit läuft die Planauflage. Vorgesehen ist der Bau von vier Eingangstoren. Mit dem Ziel, eine Geschwindigkeitsreduktion im Innerortsbereich der beiden Dörfer zu bewirken und damit die Sicherheit und die Wohnqualität der Bevölkerung zu erhöhen.

Das Problem ist das «Ausrollen»

Handlungsbedarf dafür bestehe, sagt der Uzwiler Bauverwalter Markus Schwizer. Geschwindigkeitskontrollen hätten ergeben, dass Autofahrer sowohl in Algetshausen als auch in Oberstetten zu schnell unterwegs sind. Das Problem sei vor allem das «Ausrollen». Was im Klartext heisst, dass Autofahrer erst dann vom Gaspedal gehen, wenn sie die Innerortstafel schon passiert haben. Deshalb soll nun an den Ortseingängen die Fahrbahn durch das Pflanzen von Bäumen enger gemacht werden. «Die Eingangs­tore werden den Autofahrer darauf sensibilisieren, dass er durch ein Dorf fährt und er seine Geschwindigkeit anpassen muss», sagt Schwizer.

Mit dieser Massnahme reagiere die Gemeinde zudem auf Hinweise von Einwohnern aus Algetshausen und Oberstetten, die sich darüber beklagten, dass in ihren Dörfern zu schnell gefahren werde. Gibt es gegen das Vorhaben keine Einwände, sollen die vier Eingangstore im Herbst erstellt werden. (urb)


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