Gegner wehren sich weiter

KIESABBAU ⋅ Die Wuppenauer Interessengemeinschaft «PRO Leitbild/DepoNIE» informierte auf dem Nollen an drei Infoveranstaltungen über die geplante Zonenplanänderung, über welche nächste Woche abgestimmt wird.
20. März 2017, 05:36
Rudolf Steiner

Rudolf Steiner

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Unruhige Zeiten erleben zurzeit jene Einwohner in Wuppenau, welche die Umwelt und ländliche Idylle in und um das Dorf am Nollen schützen und bewahren wollen. Wehrten sie sich vor einem halben Jahr gegen die auf den Hügeln rund um Wuppenau geplanten Windkraftwerke, richtet sich ihr Widerstand nun gegen die Wiederaufnahme und Vergrösserung des Kiesabbaus in der Kiesgrube der Firma Cellere AG am Dorfrand. Dafür nötig ist eine Zonenplanänderung im Gebiet Grosswis.

Aus diesem Grund haben einige besorgte Bürger Wuppenaus Anfang 2017 die Interessengemeinschaft «PRO Leitbild/DepoNIE» gegründet. In der vergangenen Woche hat diese drei Infoanlässe durchgeführt, an denen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der in den 1970er-Jahren in Betrieb genommenen Kiesgrube informiert wurde. Dabei argumentierten sie mit Aussagen des Gemeinderates aus dem 2012 erstellten Leitbild der Gemeinde. Darin steht wörtlich: «Der Gemeinderat wünscht sich, dass Sie mit uns zusammen das gemeinsame Leben in unserer Gemeinde aktiv für alle mitgestalten helfen. Setzen wir uns ein für unsere natürliche, sympathische Gemeinde am Nollen.» Und weiter: «Das ländliche Landschaftsbild soll bewahrt werden. Wuppenau ist in erster Linie eine Landwirtschafts- und Wohngemeinde mit dem dazu nötigen Gewerbe. Das schöne Landschaftsbild soll unter Einbezug des Natur- und Heimatschutzgesetzes erhalten werden.»

Mehrverkehr liess aufhorchen

Zudem haben besorgte Bürger weitere Informationen zu den Ausbauplänen, ihren Folgen und zur Geschichte der Kiesgrube gesammelt und diese in drei Flugblättern festgehalten. Diese Flugblätter haben sie in der vergangenen Woche verteilt. «Wir sind zufrieden mit dem Interesse der Bevölkerung», sagen die Vertreter der IG nach der dritten Veranstaltung am Samstagvormittag. Auch Gemeindepräsident Martin Imboden und sein Vorgänger Hanspeter Gantenbein hatten teilgenommen. Insgesamt kamen an die drei Veranstaltungen rund 80 interessierte Einwohner.

Die beiden Vertreter der Interessengemeinschaft, Peter Schicker aus Neuhaus und Maurus Duelli aus Greutensberg,schilderten die aus ihrer Sicht drastischen Folgen des Ausbaus, die nach der Zustimmung zur Zonenplanänderung an der Gemeindeversammlung vom 29. März auf die Bevölkerung in und um Wuppenau zukommen würden. Vor allem die Dimensionen des Abbaus und die damit verbundenen Lärmimmissionen sowie der prognostizierte Mehrverkehr durch Lastwagen liessen bei den Anwesenden aufhorchen.


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