Einen ungeliebten Rekord egalisiert

NEGATIVSPIRALE ⋅ Der FC Wil gerät immer mehr in den Sog des Abstiegsstrudels. Sechsmal hintereinander hat er schon verloren. Gleiches ist ihm vorletzte Spielzeit widerfahren. Damals hielt er im letzten Saisonspiel die Klasse.
20. März 2017, 05:36

Sechs Niederlagen in Serie, und dies bei einem Torverhältnis vom 2:18. Der FC Wil ist nach dem samstäglichen 1:3 gegen Chiasso weiter im freien Fall. Auch wenn die Äbtestädter gegen die Südschweizer aufgrund des Gezeigten mindestens einen Punkt verdient gehabt hätten, werden unweigerlich Erinnerungen wach an die vorletzte Saison. Damals hatten – allerdings im Herbst – ebenfalls sechs Niederlagen hintereinander resultiert. Mehr «Nuller» am Stück gab es noch nie seit dem Abstieg in die Challenge League im Sommer 2004. Die Wiler erholten sich damals nie richtig von dieser «Dürrephase» und realisierten erst im letzten Saisonspiel mit einem 4:0-Heimsieg gegen Lausanne-Sport den Ligaerhalt. Ziemlich genau einen Monat später führten türkische Investoren den Verein.

Die sechs Niederlagen der vorletzten Saison fielen in jene Phase, als der langjährige Trainer und Sportchef Axel Thoma den Verein Richtung Grasshoppers verliess. Seit vergangenem Dezember ist dieser auf Jobsuche. In der laufenden Rückrunde war er schon mehrfach als Zuschauer in der IGP-Arena an Heimspielen Wils – so auch gegen Chiasso.

Viel wichtiger als die Personalie Thoma ist derzeit aber, ob die Rettung des Vereins gelingt. «Wir werden die Februarlöhne termingerecht überweisen», sagte Vereinspräsident Roger Bigger. Also bis spätestens am 6. April. Machen werden sie es erst, wenn das Geld, das für den Rest der laufenden Saison benötigt wird, beisammen ist. Am Wochenende war dies noch nicht der Fall.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch


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