Alle Nuancen der Blasmusik

Erstmals führte die Musikgesellschaft Harmonie Ebnat-Kappel anstelle eines Adventskonzertes am Sonntagabend in der Kirche Ebnat ein Jahreskonzert durch.
17. November 2015, 02:40
STEFAN FÜEG

EBNAT-KAPPEL. Das Konzert der Musikgesellschaft in der evangelischen Kirche Ebnat stiess auf grosse Akzeptanz. War am Sonntagabend der Kirchenraum doch gut gefüllt mit erwartungsvollen Gästen. Bis anhin fanden die Konzerte in der Kirche Kappel statt, diese kann aber nicht mehr benützt werden, weil sie ja bekanntermassen verkauft worden ist.

Und das erstemal haben die rund 30 Musikanten und Musikantinnen dieses Jahr auch das kantonale Musikfest Glarus besucht. Dies, weil Dirigentin Melanie Hösli im Kanton Glarus, in Näfels, wohnt. Hösli betonte, dass sie gerne noch mehr Mitwirkende in ihrem Korps hätte. Die Altersstruktur sei aber auf jeden Fall sehr gut, im Gegensatz zu anderen Musikkorps könne sie auf viele Junge zählen.

Ode an die grüne Insel

Das zusammengestellte Programm wies alle Nuancen der Blasmusik auf. Stimmungsvoll, erheiternd, traurig, nachdenklich. Bereits der Einstieg liess auf Grosses schliessen, konnte doch die Komposition des Niederländers Jan van der Roost mit dem Titel «Humanos» überzeugen. Derselbe Komponist kam dann auch zum Schluss nochmals zu Ehren, als sein «Arsenal» erklang. Höhepunkt reihte sich beim Konzert an Höhepunkt. Dabei war auch die irische Weise «Isle of Innisfree» von Richard Farrelly. Eine Ode an die grüne Insel, ein Wehklagen, dass das Heimatland so weit weg sei, mit Solist Andreas Hinterberger am Euphonium. Als Martin Karrer anschliessend die Empore bestieg und mit seiner Trompete unter Beizug des Korps «Interlude» intonierte, stiegen die Töne in der Kirche in die Höhe. Reto Heierli am Bass konnte mit dem traditionellen «The Farmer's Fair» ebenso überzeugen wie auch Sandro Pedrett an den Drums mit dem von Larry Neeck komponierten speziellen «Concerto for Drum Set».

Schlussspurt mit Sax

Selbstverständlich durfte auch das Saxophon nicht als einzelne Stimme fehlen, so konnte Katja Raschle mit «Sax in the City» zum Schlussspurt überleiten. Dabei konnten Urlaubsstimmungen genossen werden mit Happy Spain von Hans-Rainer Schmid, bevor als Zugabe das romanische «Merci, grazie, grazie fitg» ertönte. Auch die ohne Solisten gespielten Stücke waren ganz nach dem Gusto der Gäste.

Im Anschluss an das Konzert waren die Besucher zu einem ungezwungenen Plausch und zu Glühwein und Punsch geladen.


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