Tagblatt Online, 02. Februar 2012 07:35:00
Welcher Kandidat passt zu mir?
Der Smartvote-Auftritt für die kantonalen Wahlen vom 11. März ist im Internet schon aufgeschaltet. (Bild: Luca Linder)
ST.GALLEN. Smartvote ist auch bei den St.Galler Regierungs- und Kantonsratswahlen 2012 im Einsatz. Wer einige Fragen beantwortet, kann sich von der Internet-Wahlhilfe etwa auch ausrechnen lassen, welche Kandidaten ihm politisch am nächsten stehen.
Alle vier Jahre stehen Bürgerinnen und Bürger im Wahlkreis St. Gallen-Gossau bei den Kantonsratswahlen vor dem gleichen Grundproblem: Für die dreissig hier zu vergebenden Sitze in der Pfalz bewerben sich viele Kandidatinnen und Kandidaten. Die allermeisten von ihnen kennt man nicht persönlich und kann sie in den paar Wochen Wahlkampf auch nicht persönlich kennenlernen. Nach welchen Kriterien also soll man seinen Wahlzettel ausfüllen?
Kandidatenschar ordnen
Ein Ausweg ist, die unveränderte Liste jener Partei einzulegen, von der man vermutet, dass sie einem politisch am nächsten steht. Wenn man aber sicher sein will, Personen zu wählen, deren politischer Standpunkt dem eigenen möglichst nahe kommt, bleibt einem nichts anderes übrig, als sich vertieft mit der Kandidatenflut auseinanderzusetzen. Dafür gibt es nach 2004 und 2008 jetzt zum drittenmal bei St. Galler Kantonsratswahlen ein Instrument im Internet: Smartvote.
Das Prinzip der Internet-Wahlhilfe ist einfach: Man beantwortet ein paar Fragen und lässt sich dann vom Computer ausrechnen, welche Liste, welche Kandidatinnen und Kandidaten der eigenen Meinung am besten entsprechen. Oder man kann sich grafisch das Meinungsspektrum der Kandidierenden zeigen lassen. Oder auf einer «Landkarte» schauen, wo sich Kandidierende zwischen den Polen liberal und konservativ sowie links und rechts einordnen lassen.
Wähler und Parteien profitieren
Die Nützlichkeit der Online-Wahlhilfe wird nach drei eidgenössischen sowie einigen Dutzend kantonalen und kommunalen Einsätzen kaum mehr bestritten. Für Wählerinnen und Wähler ist Smartvote ein gutes Instrument, um sich systematisch einen Überblick über die Kandidatenschar zu verschaffen. Es ist mit seiner Hilfe zudem möglich, einzelne Kandidierende oder ganze Listen genauer unter die Lupe zu nehmen. Für die Parteien und die Kandidierenden ist die Internet-Wahlhilfe auf der anderen Seite eine vergleichsweise kostengünstige und effiziente Möglichkeit, sich dem Wahlvolk zu präsentieren.
Massgeschneiderte Empfehlung
Kernstück von Smartvote ist eine Zusammenstellung von 65 Fragen zu grundsätzlichen und aktuellen politischen Themen, die die Kandidierenden beantworten. Die Antworten werden in einer Datenbank abgelegt. Nutzerinnen und Nutzer von Smartvote haben nun die Möglichkeit, den gleichen Fragebogen auszufüllen– in einer Kurz- und einer Langversion. Der Zeitaufwand dafür wird auf etwa 5 bis 15 Minuten veranschlagt. Auf Knopfdruck vergleicht der Computer die Antworten des Benutzers mit denjenigen der eingetragenen Kandidaten. Resultat der Auswertung ist eine Liste mit denjenigen Kandidierenden an der Spitze, deren Antworten sich am meisten mit denjenigen des Benutzers decken. (vre)
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tek_berhe (02. Februar 2012, 09:24)
Zum Bild
Man kann schon davon ausgehen, dass das Bild nur ein Symbolbild ist und keine Wahlempfehlung darstellt
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