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Tagblatt Online, 06. Februar 2012 01:04:19

«Das Ergebnis meiner Entwicklung»

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Esther Maria Zünd stellt am Montag, 13. Februar, zum ersten Mal aus. Sie präsentiert abstrakte Bilder in der Raiffeisenbank Diepoldsau-Schmitter. (Bild: Monika von der Linden)

Farben und Malen faszinieren die Balgacherin Esther Maria Zünd seit jeher. Nun stellt sie im Rahmen eines Anlasses von «Kultur uf dr Rhyinsel» erstmals Acrylbilder aus. Vernissage ist am 13. Februar in der Raiffeisenbank Diepoldsau-Schmitter.

MONIKA VON DER LINDEN

BALGACH/DIEPOLDSAU. Das Wohnhaus von Esther Maria Zünd in Balgach ist gleichzeitig ihre Wirkungsstätte. Gleich neben der Stube hat sie ihr Atelier eingerichtet. Der Besuch unserer Zeitung hat ein wenig von einer Vernissage. Zum ersten Mal stellt sich die Malerin der Öffentlichkeit vor. Sie erzählt über ihre Entwicklung vom zeichnenden Kind bis zur begeisterten Hobbymalerin und zeigt dazu jeweils ein Bild, das sie in der Wohnung aufgehängt hat.

Vom Aquarell zum Acrylbild

«Mich haben Farben schon immer inspiriert», erinnert sich Zünd an ihre Schulzeit. Während ihrer Ausbildung zur Kindergärtnerin vermochte ihr Lehrer sie regelrecht für das Zeichnen zu begeistern. Gerne setzt sie auch farbliche Akzente, wenn sie das Haus dekoriert – im Bewusstsein, mit Farben kann sie gezielt Stimmungen erzeugen.

Vor gut zwanzig Jahren begann die Kindergärtnerin sich in Malkursen verschiedene Techniken anzueignen. Zunächst malte sie Aquarelle, und vor rund zehn Jahren entdeckte sie die Acrylfarben für sich. Die Möglichkeit, Techniken und Materialen miteinander zu kombinieren, erlebt sie so spannend, dass sie bei Pinsel, Spachtel und Rolle geblieben ist. Die Auswahl der Motive, die sie auf der Leinwand interpretiert, wandelt sich aber je nach ihrer Stimmung. Zu Beginn malte Zünd abstrakt und mit leuchtenden, fast knalligen Farben. Mit der Übung kamen auch Selbstbewusstsein und Mut, sich an Figuren heranzuwagen. Längere Zeit malte Zünd Personen, momentan wieder abstrakt, aber in Erdtönen.

Kreativ und meditativ

Inzwischen hat das Malen einen festen Platz in ihrem Leben. Die Balgacherin widmet sich ihrem Hobby und empfindet Entspannung und Zufriedenheit; schöpft Kraft für den Alltag, sagt sie. Manchmal trifft sie sich mit Freunden, um in Gemeinschaft ein Bild zu schaffen. Manchmal wird es zur Meditation, weil sie sich wortlos und vollkommen ihrem Schaffen widmet. Musik gehört für die musische Frau unbedingt zum Malen dazu. In ihrem Atelier hört sie gerne Balladen oder afrikanische Musik. Die Melodien lösen Stimmungen aus, die sie in Farben wiedergibt.

«Kultur uf dr Rhyinsel»

Lange Zeit wehrte sich Zünd gegen die Aufforderungen zahlreicher Freundinnen und Freunde, eine Ausstellung zu organisieren. In den letzten Monaten widmete sie sich ihrem Hobby so intensiv, dass sie sich nun traut, ihre Werke und damit sich selber öffentlich zu zeigen. Sie gab dem Drängen von Vera Schuler nach, im Rahmen eines Anlasses von «Kultur uf dr Rhyinsel» ihre Werke auszustellen.

Bilder mit Musik abrunden

Esther Maria Zünd hat für die Vernissage Bilder und Collagen zusammengestellt, die im letzten Jahr entstanden sind. «Diese Werke sind das Ergebnis ihrer Entwicklung», sagt sie.

Die Vernissage werden Ralph Hufenus (Klavier) und Daniel Sidler (Saxophon) mit Balladen und ruhigen, melodiösen Liedern umrahmen. Sie geben damit der Sprache der Bilder einen Klang. «Denn die Bilder sind mit Musik entstanden», sagt Zünd vor ihrer ersten Ausstellung. Die Laudatio wird Mirjam Geisser halten.

Die Vernissage findet am Montag, 13. Februar, um 19 Uhr in der Raiffeisenbank Diepoldsau-Schmitter statt. Die Ausstellung im Foyer kann bis 30. Juni während der Schalteröffnungszeiten besucht werden.




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