Tagblatt Online, 11. Juni 2009 01:01:03
Mit der Solartasche den Akku unterwegs aufladen
Jederzeit telefonieren oder Mails schreiben – Handy und Laptop machen's möglich. Doch plötzlich ist unterwegs der Akku leer. Die Solartasche vom Bodensee hilft weiter.
Allensbach. Solartaschen versprechen modernen Nomaden die Unabhängigkeit von der Steckdose, wenn es um das Aufladen elektronischer Kleingeräte wie Handy, GPS oder MP3-Player geht. Dies gewährleistet ein in den Taschendeckel integriertes Solarmodul. Dieses produziert bei Sonneneinstrahlung Strom, der von einem Akku im Innern der Tasche gespeichert wird – und dann über ein USB-Kabel zum Aufladen elektronischer Geräte genutzt werden kann. Mehrere Hersteller haben das Konzept bereits als neue Marktnische entdeckt.
Einer von ihnen ist der Einfraubetrieb SeeSolar der Designerin Claudia Karrer in Allensbach am Bodensee. Mit einem Entwurf der «Seetaschen» begann sie ihre Karriere als Taschendesignerin: Taschen mit Bodensee-Motiven. Im Herbst 2007 entwickelte sie dann ihre erste Solartasche: «Ich ging ständig aus dem Haus und musste dann feststellen, dass der Akku meines Handys leer war. Da wollte ich Abhilfe schaffen.»
Die erste Bodensee-Solartasche kam so gut an, dass Claudia Karrer ihr Angebot weiterentwickelte. Inzwischen produziert sie nicht nur Solartaschen, sondern auch Golfertaschen und Rucksäcke mit integrierter Solartechnik. Zwischen 100 und 350 Euro kosten die Taschen und die Rucksäcke. Und sie funktionieren auch dann, wenn der Himmel wolkenverhangen ist. Allerdings wird der integrierte Akku dann langsamer aufgeladen. Bei voller Sonneneinstrahlung dauert dies etwa drei bis vier Stunden. Grössere Geräte wie einen Laptop kann man mit solch einer Tasche allerdings nicht aufladen, betont Claudia Karrer. Dafür bietet sie auf www.seesolar.eu auch ein 800 Gram schweres, faltbares Solarmodul an. (sda/dpa)
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