Direkte Links und Access Keys:

Tagblatt Online, 02. Februar 2012 06:54:00

«Hätte in fünf Minuten zugesagt»

Fussball Challenge League Spiel FCSG - FC Lugano, Sport. Zoom

Möchte noch zwei bis drei neue Spieler: Jeff Saibene, seit März 2011 und bis auf weiteres Trainer des FC St. Gallen. (Bild: Urs Jaudas)

FUSSBALL. Challenge-League-Leader FC St. Gallen hat den Vertrag mit seinem Trainer Jeff Saibene um zwei Jahre verlängert. Knackpunkte habe es in den Verhandlungen mit dem Club keine gegeben, sagt der 43jährige Luxemburger.

PATRICIA LOHER

Es ist der dritte Tag des Trainingslagers in der Südtürkei, und die Freude ist Trainer Jeff Saibene selbst am Telefon anzumerken: «Ich habe schon in den ersten Gesprächen mit Präsident Dölf Früh und Sportchef Heinz Peischl gespürt, wie sehr sie meine Art und meine Arbeit schätzen.» Am Dienstagabend schliesslich war sich Peischl mit seinem Chefangestellten mündlich einig, den Vertrag um zwei Jahre zu verlängern. «Wenn das kein Vertrauensbeweis ist, dann weiss ich auch nicht», sagt der Luxemburger. Für ihn habe immer festgestanden, in St. Gallen längerfristig arbeiten zu wollen. Denn: «Es macht mir grossen Spass.» Knackpunkte habe es in den Verhandlungen keine gegeben. «Ich hätte in fünf Minuten zugesagt», so Saibene.

Mit oder ohne Optionen?

Sein Vertrag wäre im Sommer ausgelaufen. Obwohl sich die Clubverantwortlichen zurückhaltend zeigen, über Details des Kontrakts zu informieren (siehe Nachgefragt rechts), dürfte Saibenes Vertrag Optionen enthalten. Zudem würde der Vertrag wohl hinfällig, sollte der Aufstieg in die Super League nicht geschafft werden. Allerdings zweifelt derzeit im Umfeld niemand daran, dass St. Gallen spätestens im Mai wieder erstklassig ist.

Nachdem Saibene nach seinem Amtsantritt am 8. März 2011 – er übernahm die Nachfolge des entlassenen Uli Forte – den Abstieg nicht verhindern konnte, präsentiert sich seine Zwischenbilanz in der Challenge League praktisch makellos. Seine Mannschaft ist seit Saisonbeginn Leader und setzte sich je länger, desto mehr von ihren Gegnern ab. Von 15 Spielen hat St. Gallen 11 Partien gewonnen. Der Vorsprung auf die nächstklassierten Bellinzona und Aarau beträgt vor dem Rückrundenstart am 18. Februar neun Punkte.

Mehr Spektakel

Hinzu kamen die Höhepunkte im Cup, wo St. Gallen die oberklassigen Thun und Zürich besiegte und dabei vor allem gegen die Zürcher spielerisch überzeugte. Am 21. März hat St. Gallen in Winterthur die Möglichkeit, sich für die Halbfinals zu qualifizieren. Zumindest auf dem Papier haben die Ostschweizer unter der Leitung von Saibene bei Halbzeit all ihre Vorgaben erfüllt – die einen mit mehr Bravour als die anderen. So hat St. Gallen auch im Frühling grosse Ziele. Mitunter möchte er auch, das sagte Saibene nach der Vorrunde selber, die Gegner mehr dominieren. «Auch ich wünsche mir, dass wir mehr Spektakel bieten.» Neu mit dabei sein wird der frühere Bieler Marco Mathys, Igor Tadic kommt im Sommer aus Kriens. Aber: St. Gallen hat zum Saisonende auch die Abgänge der defensiven Mittelfeldspieler Philipp Muntwiler und Daniel Imhof zu verkraften. Deshalb sagt Saibene auch: «Wir müssen noch zwei bis drei gute Transfers tätigen, wenn wir auch in der Super League bestehen wollen.»


Lade TED
 
Ted wird geladen, bitte warten...
 







Leser-Kommentare:
1 Beitrag

Kommentar lesen

Hansheiri (02. Februar 2012, 08:15)
Immer die gleichen Fehler...

Warum immer der gleiche Fehler und diese völlig unnötigen Risiken? Schon die vorzeitigen Verlängerungen mit Rolf Fringer und Uli Forte rwiesen sich als Flop und kosteten den FCSG eine Stange Geld. Aber anscheinend hat man jetzt wieder Geld im Überfluss,und staret dann wieder eine Betteltour bei der öffentlichen Hand! Wenigstens hat Saibene jetzt freie Hand, seine bevozugten Spieler noch mehr zu bevorzugen und Top-Leute wie Vailati durch kaltstellen loszuwerden.

Beitrag kommentieren

Kommentar schreiben

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!

Um Inhalte kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.

Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren!

Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

tagblatt.ch / ipad

iPad und E-Paper

facebook.com / tagblatt

 ...

Anzeige: