Tagblatt Online, 19. Oktober 2011 08:34:00
Gassenhauer und Olma-Hymnen
Festmusik: Links die Schallplatten, rechts die CD mit Olma-Liedern. (Bild: Tobias Hänni)
Für die einen gehören sie zur Olma wie der Duft von gebratener Bratwurst. Für die anderen sind sie einer der Gründe, während der Publikumsmesse in die Ferien zu fahren: Die Schlager, Ländler und Gassenhauer, die in den Festzelten und Olma-Restaurants gespielt und zu später Stunde auch gerne auf der Strasse gesungen – oder auch lauthals gegrölt – werden.
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Wer dieses Jahr nach elf Tagen Olma noch nicht genug von lüpfiger Musik, vom Festzelt-Ambiente und Schunkeln hat, für den gibt's die «Olma Party Stimmig – Die besten Hits aus drei Jahrzehnten Olma». Auf der CD sind neben bekannten Gassenhauern und Schlagern wie «Grüezi wohl Frau Stirnimaa», «Holzmichl» oder «Viva Colonia» auch einige Lieder, die eigens für die Olma komponiert wurden.
«Von 1979 bis 1981 gab es jedes Jahr eine offizielle Olma-Hymne», erklärt Beat Müller von der Firma Star Productions, der die Kollektion zusammengestellt hat. Die Olma-Lieder wurden damals auf kleine Single-Schallplatten gepresst. «Die Auflagen bewegten sich zwischen 2000 und 5000 Stück», sagt Müller.
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Die erste Olma-Hymne von 1979 komponierte das Trio Eugster. Unter dem Titel «Uesi Olma» singen die drei Zürcher: «Ja, z'Sanggallä isch halt immer öppis los.»
Ein Jahr später doppelte Roman Brunschwiler nach. In «All Johr im Herbst» kürt der St. Galler Chansonnier seine Heimat während der Olma zur Weltstadt. «Me chönd väzichtä uf Venedig und Paris», so die Meinung Brunschwilers. Und 1981 trällerte Nella Martinetti unter dem Titel «Tutti Frutti»: «Heb di fescht, hüt gits ä Fäscht und gmüetlich wömmer si.»
Neben den offiziellen Hymnen finden sich auf der CD noch weitere Lieder, die der Olma gewidmet sind. Der festliche Olma-Marsch der Knabenmusik St. Gallen oder «Olmaziit» vom Tosanos-Sextett.
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«Die Idee vom offiziellen Olma-Song ist nach 1981 – aus welchen Gründen auch immer – versandet», sagt Müller. Mit der Hit-Kollektion, die im Souvenirshop an der Olma und im Handel erhältlich sei, wolle man die alten Zeiten nochmals aufleben lassen. «Das Produkt kommt bei den Olma-Besuchern sehr gut an.» Von den 2000 Stück, die gepresst worden seien, habe man schon fast alle verkauft. Deshalb werden nun noch mehr CDs produziert. Es scheint, als könnten manche von der Olma-Musik nie genug kriegen.
Tobias Hänni
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